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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
 - Die Ministerin -

 
 
 
An alle Erziehungsberechtigten, deren Kinder eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern besuchen
 
 
   Postanschrift: 19048 Schwerin Hausanschrift: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern Werderstraße 124 19055 Schwerin
 
Telefon: 0385 588-0 Telefax: 0385 588-7082
 
Schwerin, 3. April 2020
 
 
 
 
Liebe Eltern, 
 
die ersten drei Wochen in der – für uns alle – neuen Ausnahmesituation liegen hinter uns. Sie haben gewiss vieles organisiert und versucht, den „Spagat“ zwischen Kinderbetreuung, Berufsleben und privaten Verpflichtungen hinzubekommen. Das ist sicher keine einfache Aufgabe.
 
Wir haben großes Verständnis für die schwierige Situation, in der Sie sowohl den Ansprüchen Ihrer Kinder als auch von anderer Seite gerecht werden wollen. Die Schulschließungen sind eine einschneidende Maßnahme, aber sie waren und sind leider notwendig, damit die Ausbreitung des gefährlichen Corona-Virus eingedämmt werden kann. Deshalb möchten wir zunächst einmal herzlich Dankeschön sagen für Ihr Verständnis, Ihr Engagement und Ihr Durchhaltevermögen.
 
Eine große Herausforderung ist für viele Kinder und Eltern das Lernen zu Hause – über Lerninhalte, die die Lehrkräfte entweder digital oder auch per Papier zur Verfügung stellen. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler während der Schulschließungen so gut wie möglich das festigen, was vorher in der Schule gelehrt wurde, und ihren Lernforschritt sicherstellen. Wir hören, dass das vielerorts sehr gut klappt und dass die Lehrkräfte mit viel Energie und Kreativität Ihren Kindern Lernstoff für zu Hause aufarbeiten. Aber es ist auch nicht immer einfach und manche sitzen lange Stunden vor dem Computer oder Tablet – liebe Eltern, überfordern Sie sich bitte nicht selbst in dieser Situation: Sie sollen keine Ersatzlehrerinnen und –lehrer sein. Das wissen auch die Lehrkräfte Ihrer Kinder.
 
Ihren Kindern wird – abhängig von deren Alter – immer bewusster werden, wie anders der Alltag im Moment aussieht. Bestimmt stellen sie Ihnen viele  Fragen und freuen sich über Anregungen von Ihnen, wie sie die schulfreie Zeit verbringen können.
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir möchten Ihnen – gerade auch für die Tage der Osterferien - gern einige Anregungen mit auf den Weg geben. Vielleicht möchten Sie den einen oder anderen Hinweis aufgreifen: 1) Kindgerechte Erklärungsversuche sowie Antwortvorschläge auf Kinderfragen (Anlagen 1 und 2) Diese sind als Hilfestellung für den eigenen Umgang mit der Corona-Krise sowie für die Vermittlung zu Ihren Kindern gedacht. All diese Überlegungen stehen unter dem Motto „Ruhe bewahren“. 2) Praktische Anregungen für die Zeit zu Hause (Anlage 3) 3) Lernen zu Hause, digitaler Unterricht (Anlage 4) 4) Bewertungen in der Zeit der Schulschließungen (Anlage 5)  Es werden an uns auch viele Fragen zur Leistungsbewertung im Rahmen des Lernens zu Hause gerichtet. Deshalb haben wir Ihnen hierzu einen Leitfaden erstellt, der im Detail erklärt wie die Schulen damit umgehen.
 
Selbstverständlich sind Sie es, die entscheiden, was Ihre Kinder erfahren sollen und wie Sie ihren Tag gestalten. Sicherlich tauschen Sie sich, auch über das Telefon oder soziale Medien mit anderen Eltern aus. So kann man die besten Ideen weitergeben und voneinander profitieren. Sollten Sie mehr Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an eine der verschiedenen Hotlines und Webseiten (Anlage 6).
 
Alle an Schule Beteiligten sind sich der schwierigen Aufgabe bewusst, dass wir sicherstellen müssen, dass keine Schülerin und kein Schüler langfristig Nachteile aufgrund der Krisensituation haben wird. Diesem Ziel verpflichten wir uns gemeinsam.
 
Die derzeitige Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, diese zu meistern. In voller Anerkennung der Erschwernis wünschen wir Ihnen alles Gute und natürlich vor allem Gesundheit für Sie und Ihre Familien. Und: Trotz allem frohe Ostern!
 
Mit herzlichen Grüßen
 
 
Bettina Martin Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V
 
Kay Czerwinski Vorsitzender des Landeselternrates M-V 
 
 
Anlage 1
Kindgerechte Erklärungsversuche
 
Wie erklären Eltern ihren Kindern die Corona-Krise?
 
Die Corona-Krise kann auch bei Kindern zur Belastung werden und zu Verunsicherungen führen, informiert die Bundesregierung. Die möglichen Folgen: Der Appetit und die Konzentration lassen nach, Schlafroutinen ändern sich, sie reagieren müde oder gar gereizt. Eltern sollten für ihr Kind da sein. Oft ist es schon eine große Hilfe, wenn eine vertraute Bezugsperson in der Nähe ist. Eltern sollen mit ihren Kindern über die aktuelle Situation reden, aufmerksam zuhören und auch dann geduldig sein, wenn das Kind zum wiederholten Male über seine Eindrücke berichtet.
 
Es wird empfohlen, dem Kind altersgerechte Fakten und Informationen zu geben. Dazu gehört auch, ehrlich zu sein: Mütter und Väter sollten ihren Kindern erklären, warum sie nicht ihre Freunde oder Großeltern besuchen können. Auch Fragen, die das Kind hat, sollten ehrlich beantwortet werden – also auch dann, wenn man die Antwort nicht weiß. Eltern sollten auch ganz offen sagen: „Das weiß ich nicht.“ Wenn Eltern gestresst oder besorgt sind, sollten sie ihre eigene Betroffenheit nicht verheimlichen, sondern offen darüber sprechen, ohne allerdings den Teufel an die Wand zu malen. Das hilft dem Kind zu verstehen, warum alle so besorgt reagieren. 
 
Vermeiden Sie beunruhigende Berichterstattung.
 
Die aktuelle Berichterstattung über das Coronavirus kann Heranwachsende beunruhigen. Auch weil Kinder und Jugendliche selbst etwa durch Schulschließungen, Quarantänemaßnahmen oder Krankheitsfälle im Bekanntenkreis direkt betroffen sind, ist eine sachliche Aufklärung wichtig.
 
Eltern sollten altersgerechte Informationsquellen im Internet oder im Fernsehen nutzen und vermeiden, eigene Ängste unmittelbar auf die Kinder zu übertragen. Für Jüngere ist es empfehlenswert, gemeinsam mit den Eltern kindgerechte Formate zu nutzen, die die aktuelle Situation altersgerecht erklären. 
 
Doch wie geht man mit den vielen Fragen der Kinder um?
 
Klein- und Vorschulkinder brauchen Unterstützung, den sich verändernden Alltag zu verstehen. Wichtig ist es deshalb zu erklären, warum die Kita geschlossen hat, Hände waschen derzeit noch wichtiger als sonst ist und Oma und Opa oder Freunde erstmal nicht besucht werden können. Kinder in diesem Alter können Ängste entwickeln, dass etwa sie oder ihre Eltern schwer erkranken. Sie fürchten sich vor allem davor, ihre Eltern zu verlieren oder von ihnen getrennt zu werden. Sie wollen wissen, dass die Eltern alles tun, um sie und sich selbst zu schützen.
 
 
 
Schulkinder verstehen bereits, dass große Anstrengungen unternommen werden, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und Ärzte an einem Impfstoff arbeiten. Auch die Ausmaße der aktuellen Pandemie sind ihnen eher bewusst. Das kann Ängste um das Wohl der eigenen Familie wecken. Die Kindern sollten erfahren, dass die gegenwärtige Situation nichts mit Schuld und Strafe zu tun hat. Sie haben nichts falsch gemacht. Kinder fragen nach, warum ihre eigene Schule geschlossen wurde oder was passiert, wenn eine bekannte Person an dem Virus erkrankt und wollen Verantwortlichkeiten geklärt wissen. Eltern können hier vor allem auf kindgerechte Informationsquellen zurückgreifen, z. B. die Sendung mit der Maus oder logo-Kindernachrichten.
 
Bei Teenagern bedeuten Auflagen wie Quarantäne oder die Absage von Veranstaltungen besondere Einschränkungen. Diese können in ihnen ein Gefühl der Ungerechtigkeit wecken. In diesem Zusammenhang sollten Eltern versuchen, Verständnis für die Situation zu wecken und darauf hinweisen, dass die Einschränkungen alle Menschen betreffen, unabhängig von deren Alter. 
 
 
Anlage 2
Antwortvorschläge auf Kinderfragen
 
Warum bleiben Schulen geschlossen? 
 
Gerade in Schulen kommen jeden Tag viele Menschen zusammen und könnten sich leicht gegenseitig anstecken. Wenn man alle Schulen eine Weile schließt, könnte es einfacher sein, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Für die Politiker der Bundesländer war es keine leichte Entscheidung, die Schulen zu schließen. Aber es ist notwendig.
 
Warum kann ich nicht zum Training oder in die Musikschule? 
 
Es dürfen nicht zu viele Menschen zur gleichen Zeit krank werden. Es gibt nicht so viele Betten in den Krankenhäusern und so viele Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, die helfen, dass möglichst viele wieder gesund werden können. Damit sie sich nicht bei anderen anstecken und andersherum, sind viele Menschen zu Hause und deshalb müssen auch Kinder zu Hause bleiben. Nur so kann verhindert werden, dass mehr Menschen gleichzeitig krank werden, als im Krankenhaus behandelt werden können. 
 
Warum darf ich meine Freunde nicht treffen?
 
Da man in den ersten Tagen der Infektion meistens noch keine Anzeichen einer Krankheit hat, sollte man sich von anderen Menschen fernhalten. Es geht für die Kinder darum, sich selbst und ihre Freunde vor einer Ansteckung zu schützen. Den Kindern sollte erklärt werden, dass derzeit Abstand der beste Ausdruck von Zuneigung und Fürsorge ist. 
 
Warum dürfen manche Kinder zur Schule gehen?
 
Wenn Schulen zumachen, müssen viele Eltern zu Hause bleiben und fehlen bei der Arbeit. Das ist insbesondere dann nicht gut, wenn Eltern z. B. im Krankenhaus, in der Pflege oder in anderen besonders wichtigen Berufen mit Aufgaben der Sicherung und Erhaltung öffentlicher Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsvorsorge arbeiten. Deshalb hat man für Kinder dieser Eltern Kindertbetreuungsplätze in den Schulen eingerichtet.
 
Sind Kinder gefährdet?
 
Kinder gehören nicht zur bekannten Risikogruppe bei einer Coronavirus-Erkrankung. Bei infizierten Kindern verläuft die Erkrankung in der Regel mild. Es kann sogar sein, dass sich gar keine Symptome zeigen. Aber trotzdem könnten sie das Virus verbreiten und müssen daher auch mit den derzeitigen Einschränkungen leben. Aber Achtung: Es kann auch bei Kindern und Jugendlichen ernste Fälle geben.
 
 
 
 
Können wir noch Verwandte besuchen?
 
Für die Verwandtschaft gelten die gleichen Verhaltenshinweise wie für alle anderen. Am besten vermeidet man Familienbesuche oder schränkt sie auf ein absolut notwendiges Maß ein. Besonders ältere Familienmitglieder sollten jetzt nicht besucht werden, weil sie zu einer der Risikogruppen gehören. Es könnte sein, dass die Kinder das Virus in sich tragen, aber keine Symptome zeigen. Telefonischer Kontakt ist jederzeit möglich.
 
Corona ist doch nur wie eine Grippe? 
 
1. Nein. Das Coronavirus ist deutlich ansteckender als die Grippe.  2. Es gibt eine lange Phase, in der noch keine Symptome auffallen, sich das Virus aber besonders aggressiv verbreitet. Außerdem gibt es bislang keinen Impfstoff oder überhaupt wirksame Medikamente. Damit jeder, der intensive Behandlung benötigt auch Hilfe in einem Krankenhaus erhalten kann, müssen wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig erkranken.
 
Wie kann man sich anstecken?
 
Das Virus wird insbesondere von Mensch zu Mensch übertragen. Das passiert zum Beispiel, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder spricht. Dadurch werden die Viren in der Luft verteilt, so dass sie eine andere Person einatmen könnte. Auch über die Hände können die Viren weitergegeben werden. Von der Ansteckung bis zum Krankwerden kann es bis zu zwei Wochen dauern. Auch in dieser Zeit, also noch bevor jemand sich richtig krank fühlt, kann derjenige bereits ansteckend sein.
 
Was man kann dagegen überhaupt machen?
 
Es müssen Hygieneregeln beachtet werden. Die wichtigste ist hier das regelmäßige und gründliche Händewaschen. Zu anderen Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten.  Bei Anzeichen von Krankheit, insbesondere bei Fieber und trockenem Husten, muss man zu Hause bleiben. Die Eltern rufen den Hausarzt an. 
 
 
Anlage 3
Praktische Anregungen für die Zeit zu Hause
 
 Planen Sie gemeinsam eine Tages- und Wochenstruktur, schreiben Sie diese auf und treffen Sie feste Absprachen zum Aufstehen, zu Essenszeiten, ggf. für Schularbeiten, zu Spielzeiten und zur Nachtruhe. Die Struktur muss nicht der schulischen Struktur entsprechen. So vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit, Planbarkeit und ein Gefühl von Alltag.   Lesen Sie gemeinsam Bücher, sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gelesene.  Machen Sie ausgedehnte Spaziergänge in der Natur – vielleicht auch zu bestimmten Themen, wie z. B. „geometrische Formen“ oder aber „Frühblüher“.   Machen Sie eine gemeinsame Fahrradtour.   Kochen oder backen Sie gemeinsam. Dabei können Sie über Themen wie gesunde Ernährung oder Essgewohnheiten sprechen.  Bringen Sie Ihren Kindern Handarbeitstechniken bei. So lassen sich auch kleine Geschenke für verschiedene Gelegenheiten herstellen.   Nehmen Sie sich die Zeit für Brett- oder Kartenspiele (wie z. B. Uno, Elfer raus, 6 nimmt, Vier gewinnt etc.), Würfelspiele, Buchstabenspiele wie Scrabble und Schreibspiele wie „Stadt, Land, Fluss“.   Erstellen Sie gemeinsam ein Fotobuch, analog oder digital, und halten Sie so Erinnerungen an vergangene Urlaube und schöne Momente fest.   Die Kinder können Bilder für die Verwandten und Freunde malen, die Sie nicht besuchen können.   Schreiben Sie mal wieder Briefe, um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Vielleicht haben Sie auch noch Postkarten.   Telefonieren oder chatten Sie mit Freunden und Verwandten.   Basteln Sie mit Ihren Kindern Osterdekoration und verschönern Sie so Ihre Wohnung.   Hörbücher, CDs oder spannende Podcasts gibt es für jedes Genre und für jede Altersklasse. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gehörte.   Kinder, die ein Instrument erlernen, können ein neues Stück einstudieren. Über eine Video- oder Audiodatei freuen sich Freunde und Verwandte bestimmt.   Wenn Sie einen Garten haben, lassen Sie ihr Kind bei der Gartenarbeit helfen. Legen Sie ihm vielleicht ein eigenes Beet an.   Auch Fernsehen, soziale Medien und Videospiele dürfen ihren Raum bekommen. Versuchen Sie, Ihre Kinder dabei möglichst oft zu begleiten und mit ihnen über die Inhalte von Filmen, Serien, YouTube-Videos und Spielen zu reden.
 
 
Anlage 4
Digitaler Unterricht – das Lernen zu Hause
 
Die Schulen sind jetzt bereits seit drei Wochen geschlossen. Davon unbenommen bleibt es die Zielsetzung und Maßstab allen Handelns von Schule: Den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler unter den gegebenen Bedingungen so gut wie möglich sicherzustellen.
 
Die Frage der digitalen Unterstützung spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier wurden zum Teil ad hoc-Lösungen und Unterstützungen etabliert, um den Kanal von Lehrerinnen und Lehrern zu Schülerinnen und Schülern jenseits des Klassenzimmers zu etablieren.
 
Die Erfahrungen bei den Lehrkräften und Ihre punktuellen Rückmeldungen haben wir zu einigen zentralen Grundregeln zusammengefasst, die uns in den nächsten Tagen und Wochen weitere Orientierung geben können.
 
 Achten Sie weiterhin auf belastbare Strukturen (Austausch und Rückmeldungen sind wichtig – Bleiben Sie beziehungsweise Ihre Kinder mit den Lehrkräften in Kontakt),  achten Sie darauf, dass sich die Schülerinnen und Schüler untereinander und mit ihren Lehrkräften austauschen,  begleiten Sie die Tagesplanung und Wochenplanung Ihrer Kinder, wie diese Sie zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern für die nächsten Tage gestalten,  die Nutzung von analogen und digitalen Medien sowie entsprechend analoge und digitale Arbeitsprodukte sind ein sinnvoller Mix,  bei Apps und Programmen ist es sinnvoll, sich auf wenige ausgewählte Plattformen und digitale Werkzeuge zu konzentrieren,  es ist nicht das Ziel, den Präsenzunterricht 1:1 virtuell abzubilden, das ist sowohl zeitlich als auch technisch kaum möglich, Lern- und Pausenzeiten müssen wohl gewogen sein,  in der Folge sind projektartige Arbeitsaufträge häufiger das Mittel der Wahl,  technische Vorraussetzung für das digitale Lernen sind keine Selbstverständlichkeit, es wird daher auch analoge Alternativangebote geben.
 
Für all dies stehen die Materiallisten mit Links auf digitale Unterrichtsinhalte und digitale Werkzeuge bereits auf dem Bildungsserver https://www.bildung-mv.de/online-lernenmaterialpool/ sowie auf der moodle-Fortbildungsplattform des Landes zur Verfügung https://elearn.bildung-mv.de/
 
Doch es passiert noch mehr:
 
 
 
Um Ihnen Anregungen für die Beschäftigung Ihrer Kinder zu geben, wollen wir mit Hilfe eines jungen Unternehmers aus Neubrandenburg, Herrn Martin Horst, für die notwendige Übergangszeit eine Plattform für häusliche Bildungs- und Beschäftigungsangebote entwickeln. Schauen Sie gern unter folgendem Link auf die Ankündigung: www.discomv.de  Diese Plattform wird in den kommenden zwei bis drei Wochen aufgebaut und davon leben, dass viele Menschen, nicht nur Lehrkräfte, sondern gerade auch Sie als Eltern Ihre Materialien, Erfahrungen, interessante Quellen (vom Tagebuch bis hin zu alltagsbezogenen Erklärfilmen) teilen.
 
Es erreichen uns auch viele Nachfragen von Eltern, die ihre Kinder beim häuslichen Lernen unterstützen. Da das häusliche Lernen über einen längeren Zeitraum nicht mit den bekannten Hausaufgaben vergleichbar ist, bedürfen diese Lern- und Arbeitsaufträge einer weiteren Begleitung, in deren Rahmen sowohl die Ziele, der erwartete zeitliche Umfang als auch die eigenverantwortliche Erfolgskontrolle beschrieben werden. Das soll helfen, die zeitliche Belastung der Schülerinnen und Schüler zu strukturieren und eine Überlastung zu vermeiden.
 
Es ist klar, dass Sie alle jetzt schon alles tun, um das häusliche Lernen mit interessanten Arbeitsaufträgen anzuregen, zu begleiten und zu steuern. Verstehen Sie die Hinweise als erste Bestandsaufnahme des bisher Geleisteten, als Orientierung und als Information über bereits erfolgte und auch in Aufbau befindliche Begleitangebote.
 
 
Anlage 5
Bewertungen in der Zeit der Schulschließungen
 
Unser Ziel ist es, unter diesen schwierigen Umständen den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen und Bildungsangebote so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Es wird derzeit eine Vielzahl an Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen zur Verfügung gestellt. Um die Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen bestmöglich zu unterstützen, werden geeignete Formen der Vermittlung von Lerninhalten gewählt. 
 
Diese Situation ist für Schülerinnen und Schüler, genauso wie für die Lehrkräfte und Eltern ungewöhnlich. Ehrlicherweise ist niemand auf die aktuelle Lage vorbereitet oder gar für sie ausgebildet. Deshalb ist es wichtig die Herausforderung, bei aller emotionalen Belastung, gemeinsam zu meistern.
 
Da das Leben trotz allem weitergeht, ist völlig klar, dass auch die Noten für Schülerinnen und Schüler und natürlich für Sie, die Eltern von großer Bedeutung sind. Mit folgenden Hinweisen möchten wir denjenigen, die sich mehr Sicherheit im Umgang mit Leistungsermittlungen und -bewertungen wünschen, eine Unterstützung an die Hand geben. 
 
1. Auf die aktuelle Situation soll in Bezug auf die Leistungsermittlung und -bewertung selbstverständlich Rücksicht genommen werden. Aufgrund der Schulschließungen sollen den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung entstehen. 
 
2. Über die Anforderungen, die Art der geforderten Leistungsnachweise, deren Gewichtung und die Möglichkeiten einer angemessenen Vorbereitung werden die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten möglichst ausführlich informiert. Insgesamt ist eine hinreichende Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten in dieser Zeit notwendig. Dabei ist es unser Ziel, den Eltern unbedingt von dem Gefühl zu entlasten, die Rolle der Lehrkraft übernehmen zu müssen. Das ist und bleibt natürlich die Aufgabe der Lehrkräfte des Landes, wenn auch die Situation uns und Sie vor enorme Herausforderungen stellt.
 
3. Über Inhalt und Umfang der erteilten Lernaufgaben entscheiden die Lehrkräfte grundsätzlich nach eigenem pädagogischem Ermessen auf der Grundlage der geltenden Rahmenpläne. Grundsätzlich sollen dabei Inhalte aus allen Fächern berücksichtigt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung der Lernaufgaben weder hinsichtlich des Umfangs noch hinsichtlich der Anforderungen überfordert sind. Das selbstständige häusliche Lernen ersetzt im Hinblick auf Umfang der Aufgaben, Bearbeitungsdauer und Intensität keineswegs den regulären Unterricht.
 
 
 
4. Eine etwaige Leistungsbewertung erfolgt auf der Grundlage der curricularen Vorgaben und unter ausgewogener Ausübung des pädagogischen Ermessens. Die Ergebnisse der Leistungsermittlung werden durch die Lehrkräfte ausgewertet.
 
5. Für die Grundschulen empfehlen wir, keine Benotung der erteilten Lernaufgaben vorzunehmen. Für die weitere Unterrichtsplanung sollen die Lehrkräfte vielmehr den Stand der erfüllten Lernaufgaben dokumentieren und auswerten. Den Schülerinnen und Schülern soll als Einschätzung eine verbale Rückmeldung über die erzielten Leistungen gegeben werden. 
 
6. Im Sekundarbereich I ist es möglich, im Einvernehmen mit den Schülerinnen und Schülern mit dem Ziel der Leistungsverbesserung eine Leistungsbewertung vorzunehmen. Dabei muss die Eigenständigkeit der Leistung erkennbar sein.
 
7. Der Schuljahresabschluss wird auch in diesem Schuljahr gesichert durchgeführt. Wenn gemäß § 6 Absatz 5 der Leistungsbewertungsverordnung (LeistBewVO) im begründeten Einzelfall die Mindestanzahl der geforderten Leistungsnachweise nicht erbracht werden kann, beschließt die Klassenkonferenz über die Gewichtung der erbrachten Leistungsnachweise zur Ermittlung der Gesamtnote. Als diesbezügliche Begründung ist ausdrücklich auch die derzeitige Situation zu berücksichtigen. Bei der Bildung abschließender Leistungsbewertungen kann die Anzahl der gemäß §§ 4 und 7 LeistBewVO im Schuljahr verpflichtend einzubringenden Klassenarbeits- und sonstigen Leistungen reduziert werden.  Darüber hinaus sind von vornherein auch die Möglichkeiten gemäß § 2 Absatz 2 der Verordnung über die Versetzung, Kurseinstufung und den Wechsel des Bildungsganges sowie über die Berufsreife an den allgemein bildenden Schulen zu beachten. Demnach sind bei der Entscheidung, ob eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe erwartet werden kann, u.a. auch solche Umstände einzubeziehen, die sich auf das Lernverhalten und Leistungsvermögen der Schülerin oder des Schülers auswirken. Außergewöhnliche Bedingungen, wie zum Beispiel längerer Unterrichtsausfall, sind zu berücksichtigen.
 
8. Auch die Schulabschlüsse werden in diesem Schuljahr abgesichert. In den Abschlussklassen der Regionalen Schule und Integrierten Gesamtschule, die die Mittlere Reife anstreben, können im Falle noch ausstehender unbedingt erforderlicher Leistungsbewertungen Ersatzleistungen gemäß § 6 Leistungsbewertungsverordnung in Form einer Hausarbeit erbracht werden. Gleiches gilt für das zweite und vierte Schulhalbjahr in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe gemäß § 23 Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung i. d. F. vom 19. Februar 2019 sowie § 5 Abiturprüfungsverordnung i. d. F. vom 8. August 2014. Die Hausarbeiten können per EMail oder auf anderen digitalen Wegen sowie postalisch eingereicht werden. Auch hier muss die Eigenständigkeit der Leistung erkennbar sein. 
 
 
 
9. Insbesondere Schülerinnen und Schülern, deren Notenschnitt bis einschließlich 13. März Grund zur Sorge um die Versetzung geben lassen, sind nach Absprache mit den Erziehungsberechtigten Möglichkeiten der Notenverbesserung einzuräumen.
 
 
 
Anlage 6
Hilfsangebote und wichtige Telefonnummern
 
speziell für Kinder
 
Die Nummer gegen Kummer des Kinderschutzbundes  Beratung bundesweit, kostenfrei und anonym über Telefon, Email und Chatfunktion Tel.: 11 6 111 (Montag bis Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr) www.NummerGegenKummer.de 
 
 
speziell für Eltern 
 
Elternstresstelefon Mecklenburg-Vorpommern  Tel.: 0385 / 4791570 (Montag bis Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr)
 
bundesweites Elterntelefon  Tel.: 0800 / 1110550 (Montag bis Freitag von 09:00 bis 11:00 Uhr und Dienstag bis Donnerstag von 17:00 bis 19:00 Uhr)
 
 
Weitere Hotlines
 
Bürgertelefon (Corona-Hotline) der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern Tel.: 0385 / 588 11311  Sprechzeiten für Informationen zum Thema Schule: Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr
 
Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit Tel.: 030 / 346 465 100 (Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 18:00 Uhr, Freitag von  08:00 bis 12:00 Uhr) und weitere Hotlines unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/buergertelefon.html
 
Telefonseelsorge Tel.: 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 und 116 123 www.telefonseelsorge.de 
 
Seelsorge-Hotline-Nummer der Nordkirche Tel.: 0800 / 4540106 https://www.nordkirche.de/
 
 
 
 
Kinderschutzhotline für Mecklenburg-Vorpommern Telefonische Beratung & Hilfe Tel.: 0800 / 1414007
 
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch  Telefon: 0800 / 22 55 53 https://beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon 
 
Fragen zu Pflege und Soziale Einrichtungen Tel.: 0385 / 588 19995 (Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr) https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/